Internationaler
Verein für Menschenrechte der Kurden
IMK Wocheninformationsdienst
Datum:
17. Februar – 2. März 2003
Nummer: 181-182
Kinder
gefoltert
Nach einer
Demonstration gegen den Irak-Krieg wurden am 15. Februar die Kinder V.Y.,
C. Çelik, H.A., S.K., S.S., I.A., S.Ç., V.T. und H.K. in Kadi-köy-Istanbul
festgenommen. Sie kamen am 17. Fe-bruar in U-Haft. Einer der Väter, Zeki
Çelik sagte: “Wir haben erfahren, dass unsere Kinder gefoltert wurden.
Mein Sohn wurde mit einer Tomografie untersucht. Die Kinder waren sehr
müde und er-schöpft. Es war deutlich, dass sie gefoltert worden waren.”
Die Anwältin Fatma Karakas gab an, dass die Kinder sich über Folter beschweren.
Sie sollen Spuren von Schlägen im Gesicht gehabt haben. (Quelle: Özgür
Gündem, 19.02.2003)
Verfahren
gegen Folterer ausgesetzt
Das 6. Strafgericht
von Beyoglu fällte am 18. Fe-bruar das Urteil gegen Süleyman Ulusoy, der
in sei-ner Zeit bei der Polizei in Beyoglu 8 Transvestiten mit einem Schlauch
schlug. Ein entsprechendes Vi-deo war später im Fernsehen ausgestrahlt
worden. Das Gericht beschloss, das Verfahren auf die Dauer von 5 Jahren
nach dem Gesetz „zur bedingten Haft-entlassung und dem Aussetzen von Verfahren
und Strafe“ auszusetzen. Der als “Schlauch Süleyman” bekannte Kommissar
war unter § 245 TSG ange-klagt worden. (Quelle: TIHV, 19.02.2003)
Folterverfahren
eingestellt
Am 18. Februar
ging das Verfahren wegen Folter an Enver Gündüz, Sehabettin Alp, Hanifi
Turan, Hüseyin Avcu, seine Frau M. Avcu und Sirin Aga-hatun im Jahre 1995
vor dem 3. Strafgericht zu En-de. Das Verfahren gegen Ramazan Sürücü (Leiter
der Anti-Terrorabteilung) und die Polizeibeamten Haluk Bayram Deniz, Hasan
Koçak, Nebil Alpaslan, Giyasettin Özturan, Mustafa Bölük, Cafer Ongün,
Sevki Tasçi, Yusuf Ziya Evran, Ihsan Kara, Recep Kaplan, Tevfik Isik, Ömer
Uslu, Ibrahim Uçar, Numan Çakir, Ekrem Korkmaz, Mahmut Yilmaz und Orhan
Çerçi wurde eingestellt, da am 31.12.2002 die Verjährungsfrist abgelaufen
war. Die Ermittlungen waren erst ergebnislos verlaufen. Erst als der Europäische
Menschenrechtsgerichtshof (EMRG) eine Abfindung von 150.000 Franken anordnete,
war das Verfahren aufgenommen worden. Anwalt Sezgin Tanrikulu kündigte
an, dass sie den Entscheid über die Verjährungsfrist ebenfalls vor das
EMRG bringen werden.
(Quelle: TIHV
21.02.03)
Freispruch
für Studenten
Das SSG Izir
hat die Studenten Hatip Aydin, Be-rivan Alatas und Sanem Erdil in einer
erneuten Ver-handlung vom Vorwurf der Unterstützung einer il-legalen Vereinigng
freigesprochen. Sie waren we-gen Petitionen an den Rektor der Ägäis Universität
für Untericht in Kurdisch im März 2002 zu Strafen von je 45 Monaten verurteilt
worden, aber der Kas-sationsgerichtshof hatte die Urteile aufgehoben. (Quelle:
Evrensel, 21.02.2003)
Folterstatistik
Der Justizminister
Cemil Çiçek beantwortete eine Anfrage des CHP-Abgeordneten von Ankara,
Ya-kup Kepenek. Demnach stellten zwischen 2000 und 2002 insgesamt 4.600
Personen Strafanzeige wegen Folter. Von den 1.633 Anzeigen im Jahre 2000
hät-ten 490 zu einem Verfahren geführt, von 1.605 An-zeigen im Jahre 2001
resultierten 245 in einem Ver-fahren und im Jahre 2002 sei es bei 1.362
Anzeigen zu 210 Verfahren gekommen. Insgesant habe es 2.471 Verfahren nach
den §§ 243 (Folter) und 245 (Misshandlung) TSG gegeben. Vor dem EMRG seien
344 Beschwerden eingegangen, von denen 247 noch nicht entschieden wurden.
In 32 Fällen sei ein Verstoss festgestellt worden und 65 seien mit einer
gütlichen Einigung zu Ende gegangen.
(Quelle: Cumhuriyet
vom 21.02.2003)
Freispruch
für IHD Diyarbakir
Das 3. Strafgericht
in Diyarbakir sprach den ehema-ligen Vorstand des IHD Diyarbakir vom Vorwurf
eines Verstosses gegen das Vereinsgesetz frei. Das Verfahren war eröffnet
worden, weil der Vorstand in einem Beschluss das Wort Newroz mit “w” (nicht
im türkischen Alphabet) geschrieben hatte. (Quelle: Evrensel vom 21.02.2003)
IHD-Bericht
zu
Menschenrechtsverletzungen
2002
Das Verbot
der Folter in den letzten 4 Jahren:
Nach den Zahlen
des IHD wurden 1999 594 Perso-nen, im Jahr 2000 594 Personen, im Jahr 2001
862 Personen und 2002 876 Personen gefoltert oder misshandelt. Das sind
2926 Personen in 4 Jahren. Nach Auskunft des Justizministers Cemil Çiçek
haben in den letzten 3 Jahren 4600 Personen Straf-anzeige wegen Folter
gestellt. Allerdings kam es in 80% dieser Fälle nicht zu einer Anklage.
Meinungsfreiheit
in den letzten 4 Jahren:
Nach den Zahlen
des IHD wurde im Jahre 1999 ge-gen 166 Personen, 2000 gegen 468 Personen.,
2001 gegen 3473 Personen und im Jahre 2002 gegen 2498 Personen Verfahren
wegen Meinungsäusse-rungen eröffnet. Im Laufe der Zeit haben sich die Anklagepunkte
verlagert. War es zuvor der Artikel 8 des Anti-Terror Gesetzes (Separatismuspropa-ganda),
so wurde später verstärkt auf den § 312 TSG (Aufhetzung) und zuletzt auch
§ 169 TSG (Unterstützung einer bewaffneten Bande) zurück-gegriffen. Die
Vorsitzende der Zweigstelle Istanbul, Kiraz Biçici, wurde nach diesem Paragraphen
zu einer Strafe von 45 Monaten Haft verurteilt, weil sie die Operationen
in den Gefängnissen als “Mas-saker” bezeichnet hatte.
Am 30. November
2002 wurde der Ausnahmezu-stand in den letzten zwei Provinzen aufgehoben.
Damit gingen in der Region 24 Jahre unter ausserordentlicher Verwaltung
zu Ende. Allerdings wurde die Praxis nicht aufgegeben. Das Amt des koordinierenden
Gouverneurs ist ungesetzlich. Der zuvor amtierende Supergouverneur für
die Region unter Ausnahmezustand (OHAL) hat angegeben, dass bis November
2002 51.000 Menschen in ihre Dörfer zurückgekehrt sind. Ausgehend von der
offiziellen Zahl von 500.000 vertriebenen Menschen sind da-mit nicht einmal
10% zurückgekehrt. Offiziell wurden 3428 Dörfer und Weiler entvölkert.
Der IHD hat die Zahl 3688 herausgefunden und geht davon aus, dass 3 Millionen
Menschen vertrieben wurden. Es gibt immer noch ca. 60.000 Dorfschützer.
Das, sowie verminte Felder, hindern die Menschen an einer Rückkehr.
Weitere Zahlen
Das Recht
auf Leben
Ungeklärte
politische Morde
75
Willkürlicher
Waffeneinsatz 40
Minen- und
Bombenexplosion 35
Bewaffnete
Auseinandersetzungen
30
Sonstige Angriffe
7
„Verschwundene“
2
Folter
Zahl der Gefolterten
876
Tod in Polizeihaft
2
Tod im Gefängnis
29
- davon
Todesfasten
20
Meinungsferiheit
Verbot von
Vereinen
7
Konfiszierte
Publikation 169
Angeklagt
wegen Meinungen 2498
Geforderte
Strafen (insgesamt)
6155 Jahre
und 8 Monate
Verhängte
Strafen 362 Jahre, 7 Monate
Gegen
228 Personen
Angeklagt
wegen Wunsch nach
Unterricht
in Kurdisch 448 Personen
Geforderte
Strafe
2747 Jahre
Verhängte
Strafen
26 Jahre 3 Monate
gegen
7 Personen
NSR ist
gegen den Spielfilm „Ararat“
In einem vom
Nationalen Sicherheitsrat (NSR) er-stellten Bericht wird gegen die Aufführung
des Sielfilms „Ararat“ in der Türkei ernsthafte Beden-ken gemeldet. Nach
Ansicht des NSR würde dieser Film im Falle der Aufführung eine starke Wirkung
auf die Öffentlichkeit haben als der 1970 gedrehter Film “Mitternacht
Express - Geceyarisi Ekspresi“, der Vorurteile gegen die Türken hervorgerufen
hat-te. Nach Meinung des NSR ist auch der Inhalt des Films „Ararat“ den
Türken gegenüber feindselig und würde für den „Völkermord an Armeniern
propagieren“. Dieser Film würde zeigen wie brutal, was für Folterer, Vergewaltiger
und wie zerstöre-risch die türkischen Militärs wären. Ausserdem wären diese
Militärs bestechlich. Eine Entschei-dung, ob der Film gezeigt wird oder
nicht, ist noch nicht gefallen. (Quelle: Milliyet, 20.02.03)
Wiederausrufung
des Ausnahmezu-stands in 6 kurdischen Provinzen
Der Generalstab
der türkischen Streitkräfte hat in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten
die Ausrufung des Ausnahmezustandes in 6 Provinzen unabdingbar erklärt.
Der stellvertretende
Stabschef, Yasar Büyükanit, begründete die Forderung damit, dass mit dem
Kriegsbeginn der USA im Nordirak die Flucht von mehr als 100.000 Menschen
in die Türkei erwartet wird. Um die Flucht über die Grenze zu verhindern,
sollen im Nordirak (Anm. der Redaktion: Südkur-distan) 12 Flüchtlingslager
aufgebaut werden. Falls diese Lager nicht ausreichen sollten, müssten in
der Nähe der irakischen Grenze weitere 6 Lager errich-tet werden.
Im gleichen
Schreiben an den Ministerpräsidenten wird auf Grund der Geheimdienstinformationen
eine Wiederaufnahme des bewaffneten Kampfes der Terrororganisation PKK/KADEK
erwartet.
Der Generalstab
fordert aus diesen Gründen die Widerausrufung des Ausnahmezustandes in
den Provinzen Diyarbakir, Batman, Mardin, Siirt, Sir-nak und Hakkari. (Quelle:
Hürriyet, 21.02.03)
Verbotsverfahren
gegen prokurdische-Partei HADEP eröffnet
Ankara (dpa)
- Das türkische Verfassungsgericht hat am Mittwoch ein Verbotsverfahren
gegen die prokurdische Partei HADEP eröffnet. Den Antrag auf Parteiverbot
hatte der türkische Generalstaats-anwalt bereits vor vier Jahren gestellt.
Darin wird der HADEP vorgeworfen, ein "Zentrum von Aktivitäten" zu sein,
die gegen die Einheit des Staates gerichtet seien. Bei den Parlamentswahlen
im November 2002 hatte die HADEP in 13 überwiegend von Kurden bewohnten
Provinzen im Südosten der Türkei die meisten Stimmen erhalten. Mit einem
Landesdurchschnitt von 6,2 Prozent war die Partei jedoch an der Zehn-Prozent-Hürde
gescheitert. In den vergangenen 20 Jahren sind zahlreiche Vorgängerparteien
der HADEP verboten worden. (Quelle: dpa, 26.02.03)
Alewitischer
Verein
Das 2. Justizgericht
von Ankara hat den Antrag des Innenministeriums auf Verbot der Union von
Ale-witisch-Bektaschi Einrichtungen (Alevi Bektasi Kuruluslari Birligi
ABKB) abgelehnt. Es folgte damit einer Grundsatzentscheidung des Kassations-gerichtshofes.
(Quelle: Evrensel, 27.02.2003)
Mord an
Onat Kutlar
Vor dem SSG
Istanbul ging das Verfahren gegen 20 vermeintliche PKK-Mitglieder zu Ende,
die durch eine Bombe im Café Opera in Istanbul (Taksim) am 30.12.94 den
Tod des Autors Onat Kutlar und der Soziologin Yasemin Cebenoyan herbeigeführt
ha-ben sollen. Deniz Demir, Hicran Kaçmaz und Abdülcelil Kaçmaz wurden
nach § 125 TSG (gewaltsamer Versuch, einen Teil des Staates abzutrennen)
zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Für Deniz Demir wurde der § 59
(gute Führung) nicht angewandt, so dass er bis zu seinem Tode in Haft bleibt.
Hicran Kaçmaz und Abdülcelil Kaçmaz können nach 36 Jahren Haft entlassen
werden, da das Gericht den § 59 TSG berücksichtigte. Für Hasan Ki-zilkaya
wurde ebenfalls der § 125 TSG angewandt. Da er zur Tatzeit jedoch unter
18 Jahren alt war, wurde die Strafe auf 16 Jahre und 8 Monate Haft festgelegt.
Hasan Ergün und Kemal Aydin wurden als Organisationsmitglieder zu 12,5
Jahren Haft verurteilt. Mehmet Sah Altan, Abdülhalik Yunus und Mehmet Ugurlu
wurden freigesprochen. Die Verfahren gegen Abdullah Yunus, Zeydin Güleç,
Abdullah Çolak, Ömer Filizer, Hamit Sen, Nimet Kaçmaz, Sait Aytemiz, Abdulkadir
Er, Abdülrezzak Aydin, Ramazan Gülle und Mehmet Ali Günesli wurden ausgesetzt.
Hamit Sen wurde vom Vorwurf der Herstellung von Explosiva freigesprochen.
Im Laufe des Verfahrens hatte Hasan Kizilkaya ange-geben, nach seiner Festnahme
am 30. Juni 1995 auf dem Polizeipräsidium in Batman gefoltert und ver-gewaltigt
worden zu sein. Sein Verfahren, sowie die Verfahren gegen Hasan Ergün und
Kemal Aydin wurden später mit dem Hauptverfahren verbunden. Nach der Explosion
der Bombe hatte zunächst die islamische Organisation IBDA/C die Verantwortung
übernommen. (Quelle: TIHV, 27.02.2003)
Freispruch
für Radio-Sendung
Seyfullah
Karakurt, der Chefredakteur des Radio-senders “Anadolu’nun Sesi” und die
Sprecherin Selda Demir wurden vom Vorwurf der Unterstüt-zung einer bewaffneten
Bande freigesprochen. Die Anklage vor dem SSG Istanbul war nach einer Sen-dung
über die Gefängnisse vom Typ F erstellt wor-den. (Quelle: TIHV, 26.02.20003)
Amnesty
verurteilt sexuelle Gewalt in türkischen Gefängnissen
Bern - In
türkischen Gefängnissen gehören sexuel-ler Missbrauch und Vergewaltigungen
von Frauen zur Tagesordnung. Besonders gefährdet seien Frau-en anderer
politischer Meinungen oder Kurdinnen, teilte amnesty international (ai)
mit.
Die Menschenrechtsorganisation
beruft sich in ihrer Medienmitteilung auf einen neuen Bericht, wofür über
100 weibliche Gefangene von Diyarbakir über Mardin bis Midyat im vergangenen
Jahr interviewt wurden. Die missbrauchten Frauen könnten wegen ihres Missbrauchs
durch Vertreter des Staates nicht an die Öffentlichkeit. Laut ai drohen
ihnen dann juristische Klagen, Bedrohung und erneute Verhaf-tung. Sogar
Verteidigerinnen und Verteidiger dieser Frauen würden häufig selbst zu
Opfern von offiziel-ler, medialer und privater Verfolgung.
Wie ai weiter
mitteilte, hat die Türkei seit der Fer-tigstellung des Berichts eine neue
Regierung. Von dieser fordert die Organisation umfassende Reformen, um
der sexuellen Gewalt gegen Frauen ein Ende zu setzen. Vor allem müsse es
verboten werden, verhafteten Frauen während Verhören Augenbinden aufzusetzen
und sie nackt auszuziehen. (Quelle: News.ch, 26. Februar 2003 Bert sda)
Prügel im
Knast
Die Anwältin
Gülizar Tuncer hat sich wegen Prügel an ihrem Mandanten Bülent Barmaksiz
im Gefäng-nis vom Typ F in Bolu beschwert. Er habe schon seit längerem
wegen verschiedener Krankheiten wie Tuberkulose immer wieder ambulant behandelt
werden müssen. Am 20. Dezember 2002 sei er vor dem Transport zum Krankenhaus
durchsucht wor-den. Bis zu dem Durchleuchtungsgerät am Ausgang sei er zwei
Mal bis auf die Schuhe durchsucht worden und habe dann mehrfach durch die
Schleuse gehen müssen, da die Maschine wegen seines Gür-tels und anderer
Dinge Alarmsignale gab. Der Vorgang habe sich nach der Rückkehr vom Krankenhaus
wiederholt und ihr Mandant sei in eine Einzelzelle gesteckt worden. Dort
sei er später von Wärtern aufgefordert worden, sich nackt auszuziehen.
Er habe sich dagegen gewehrt und auf die wiederholten Durchsuchungen hingewiesen.
Darauf habe ihm ein Wärter einen Fausthieb ins Gesicht versetzt. Die anderen
Wärter hätten ihn ebenfalls geschlagen und ihm die Kleidung vom Leibe gerissen.
Dann habe er wieder durch die Kontrolle gehen müssen und sei noch mit einem
Detektor überprüft worden. Nach dem Vorfall habe ihr Mandant um eine Untersuchung
gebeten, sei aber eine Woche lang keinem Arzt vorgeführt worden. Dieser
habe ihn nicht untersucht, sondern gleich einen Bericht geschrieben, dass
keine Spuren von Gewalt zu erkennen waren. Barmaksiz war 1994 festgenommen
worden und später zu einer Haftstrafe von 18,5 Jahren Haft verurteilt worden.
Nach den Operationen in den Gefängnissen wurde er von Gebze nach Bolu verlegt.
(Quelle: Özgür Gündem, 27.02.2003)
Badr-Batallione
wurden
in den
Irak verlegt
Nach Angaben
der Financial Times sind 5.000 be-waffnete Kräfte der oppositionellen Schiiten
im Irak, die vom Iran militärisch ausgebildet wurden, mit schweren Waffen
in den Nordirak verlegt wor-den. Pentagon hat diese Nachricht bestätigt.
Die bewaffneten
Kräfte gehören der Organisation „Oberster Rat der islamischen Resistance
im Irak - SCIRI“ an. Nach Angaben der Offiziellen im Iran wurden diese
Badr-Batallione in das von der Patrio-tischen Union Kurdistan (PUK) kontrollierte
Gebiet verlegt. (Quelle: Milliyet, 20.02.03)
Barzani
warnt die Türkei:
Der Einmarsch
der Türkei in den Irak wird Probleme heraufbeschwören
Der Präsident
der Demokratische Partei Kurdistan-Irak (KDP-Irak), Masud Barzani, hat
in einem In-terview im britischen BBC die Türkei gewarnt, in den Nordirak
einzumarschieren. Er betonte, dass die Bevölkerung dies nicht hinnehmen
und sich da-gegen wehren wird. Barzani betonte, dass er dies auch bei einem
Treffen mit türkischen Offiziellen in Silopi mitgeteilt habe. (Quelle:
Milliyet, 20.02.03)
BND wusste
von mobilen Gift-Laboren
Bereits vor
Beginn der aktuellen Krise hat der Bundesnachrichtendienst (BND) Hinweise
auf die Existenz rollender Labore für die Produktion von Biowaffen
im Irak erhalten. Nach den als zuverlässig
eingestuften
Angaben habe Saddam Hussein spätes-tens um das Jahr 2000 herum begonnen,
solche
mobile Anlagen
bauen zu lassen.
(Quelle: SPIEGEL
9/2003 , 24. 02.03)
Geheimer
EU-Plan für Hilfseinsätze
bei Irak-Krieg
Einen Tag
vor dem EU-Sondergipfel belegt ein vertrauliches Papier:
Obwohl die
Mitgliedstaaten über einen Militär-schlag tief zerstritten sind, haben
sie den Ernstfall schon einkalkuliert
Eine Mutter
und ihr Kind warten vor einem Kin-derkrankenhaus in Bagdad. Die UN rechnet
mit hunderttausenden Notleidenden bei einem Irak-Krieg. Während die Bundesregierung
unbeirrt an ihrem Nein zum Irak-Krieg festhält, hat sich die EU-Kommission
längst auf den Ernstfall vorberei-tet. Unter strenger Geheimhaltung plante
das Amt für humanitäre Hilfe bei der EU-Kommission (ECHO) in enger Absprache
mit den weltgrößten Hilfsorganisationen Durchführung und Finanzierung von
Sofortmaßnahmen während eines militärischen Konfliktes. Das Ergebnis wurde
in einem vertraulichen Papier zusammengefasst, das WELT am SONNTAG vorliegt.
Das mit "Information
Note on ECHO's Contingen-cy Plan for the Iraqi crisis" überschriebene Papier
der EU vom 31. Januar 2003 sieht das Inter-nationale Rote Kreuz (ICRC)
als Koordinator der Hilfsaktionen im irakischen Kriegsgebiet vor. Die Hilfsorganisation
bestätigt, umfangreich Vorsorge für den Kriegsfall getroffen zu haben:
"Wir hoffen, dass es keinen Krieg gibt. Aber es wäre unverantwortlich,
nicht vorbereitet zu sein", erklärt Rot-Kreuz-Spre-cherin Donatella Notari
WELT am SONNTAG.
Das Internationale
Rote Kreuz geht von zwei Kriegsszenarien aus: In der Phase A (ein Kriegs-monat)
können schnell bis zu 150.000 Vertriebene und 7000 Verwundete versorgt
werden, in Phase B (drei Kriegsmonate) ist eine Kapazitätserweiterung auf
500.000 Vertriebene möglich.
Die Material-Lager
in Iran, Kuwait und Jordanien seien aufgestockt worden, berichtet Notari.
Das Internationale Rote Kreuz habe zusätzliche Kraftfahrzeuge angeschafft,
ausländische Fahrer eingestellt und das normale Irak-Budget von 15 Millionen
Euro um elf Millionen Euro erhöht.
Seine Partnerorganisation,
der Rote Halbmond, übernähme nach den Vorstellungen der EU die Führung
außerhalb Iraks. "Nothilfe steht schon jetzt für über 100.000 Menschen
bereit", heißt es in dem vertraulichen ECHO-Papier über die Möglichkeiten
des Roten Halbmonds. Der größte Teil seiner frei-willigen Hilfskräfte und
Hilfsgüter befinde sich jedoch in den Ländern Iran, Türkei, Syrien und
Jordanien. Im Irak könnten vom Roten Halbmond nur 1000 Menschen geholfen
werden.
Die UNICEF
habe bereits 9,1 Millionen US-Dollar eingeplant, 40 Prozent davon sollen
in den Irak fließen, der Rest nach Iran und Jordanien, schreibt die EU-Behörde.
Die sechsmonatige Betreuung von 600.000 Flüchtlingen könnte das UN-Flüchtlings-hilfswerk
UNHCR bis zu 150 Millionen Dollar ko-sten.
In dem Papier
des Amtes für humanitäre Hilfe wird die jordanische Hauptstadt Amman als
regionales Hauptquartier der Hilfsorganisationen genannt. Ein ECHO-Büro
in Bagdad werde eröffnet, "sobald die Zustände am Boden dies erlauben".
Für den Fall, dass diese Strategie nicht umsetzbar ist, plant die EU: "Sollte
die Sicherheitslage einen Rückzug aus Amman erfordern, könnte ein Ausweich-Büro
auf Zypern eröffnet werden (UN-Stützpunkt) oder eine andere zentrale Anlaufstelle,
die von den internati-onalen Hauptakteuren gewählt wird."
Neben den
schon anlaufenden vorbereitenden Maßnahmen hat ECHO zusätzliche Leistungen
angedacht. "Innerhalb weniger Stunden nach Kriegsausbruch wird über weitere
Soforthilfe im Inneren des Irak entschieden." Dafür müssten voraussichtlich
drei Millionen Euro eingesetzt werden, Partner könne das Internationale
Rote Kreuz sein.
Hinsichtlich
des Kriegsverlaufs plant die EU: "Wenn der Konflikt nicht regional begrenzt
werden kann, ist ein zweiter Soforthilfeplan anvisiert. Er soll die Anlauffinanzierung
für die Flüchtlingsversorgung in den Nachbarländern vorbereiten. Eventuelle
Umleitung von Geld aus bereits laufenden Programmen."
"UN-Generalsekretär
Kofi Annan betont, dass die UN-Hilfsorganisationen zwar Krisenszenarien
durchspielen müssen, aber weiterhin auf eine fried-liche Lösung des Irak-Konflikts
mit diplomatischen Mitteln setzen", sagt Entwicklungshilfeministerin Heidemarie
Wieczorek-Zeul, SPD, angesichts der umfangreichen Vorkehrungen. "Im Übrigen
hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit oft genug bewiesen, dass sie
zusammen mit den internationalen Organisationen schnell und professionell
arbeiten kann", stellte sie fest. (Quelle: Welt am Sonntag)
Nachbarn
des Irak warnen bei UN-Debatte vor humanitärem "Albtraum"
New York
(dpa) - Zum Auftakt einer Irak-Debatte im Weltsicherheitsrat haben
die Nachbarländer vor einem "humanitären Albtraum" im Falle eines Krieges
gewarnt. Bei der auf zwei Tage angesetzten Debatte darf jedes der 191 Mitgliedsländer
seine Position im Irak-Konflikt darlegen. Die überwiegende Mehrheit der
Redner sprach sich am Dienstagabend für eine friedliche Lösung des Konflikts
auf dem Wege der Waffeninspektionen aus. Nur Australien und Japan stellten
sich auf die Seite Washingtons und befürworteten eine zweite Irak-Resolution.
Die Debatte sollte am Mittwoch fortgesetzt werden.
Die direkten
Nachbarn des Iraks, darunter die Tür-kei, Algerien, Marokko und Iran, sprachen
von dem "humanitären Albtraum", den ein Krieg für die seit Jahren Not leidende
Bevölkerung bedeuten würde.
Jordanien
appellierte leidenschaftlich an die iraki-sche Führung in Bagdad, die Inspektionen
und Abrüstungsbemühungen der UN umgehend aktiv zu unterstützen und seinem
Volk mehr Leid zu erspa-ren.
Der iranische
UN-Botschafter Javad Zarif stellte klar, dass sein Land ein "unvergleichliches
Interes-se" an Bagdads Entwaffnung habe. Viele Iraner litten auch heute
noch unter den Folgen von Bag-dads massivem Einsatz von chemischen Waffen
im Krieg der 80er Jahre, sagte der Vertreter Teherans bei den Vereinten
Nationen in New York. Dennoch sehe er "keinen Anlass zu einem sofortigen
An-griff". Kuwait warf dem Nachbarn Irak vor, noch immer nicht alle Auflagen
der UN-Resolutionen nach dem Einmarsch 1990 erfüllt zu haben.
Der irakische
UN-Botschafter Mohammed Aldouri meinte, ein Militärschlag würde das Versagen
der internationalen Gemeinschaft im Sinne der UN-Charta bedeuten. Er appellierte
an den Weltsicherheitsrat, auf die Friedensrufe von Millionen Menschen
in aller Welt zu hören und eine militärische Auseinandersetzung zu verhindern.
Aldouri sagte, sein Land werde die Waffeninspektionen voll unterstützen.
Sollten die USA den Irak aber dennoch angreifen, so werde er nicht zögern,
seine Souveränität zu verteidigen.
Die zweitägige
Debatte im Sicherheitsrat war von Südafrika im Namen der Blockfreien Staaten
aus-gegangen. Südafrika plädierte als erster Redner für eine friedliche
Entwaffnung des Irak ohne zeitliche
Begrenzung.
(Quelle: dpa, 19.02.03)
Erste Flüchtlinge
aus Nordirak
erreichen
türkische Grenze
Aus Angst
vor einem US-Angriff auf Irak sind hunderte Menschen in Nordirak aus ihren
Dörfern geflohen. Wie türkische Medien am Montag aus dem Grenzgebiet berichteten,
warten rund 500 ira-kische Flüchtlinge an der Grenze auf Einlass in die
Türkei. Es handelt sich demnach um ganze Familien, die befürchten, bei
einem Einmarsch der US-Truppen zwischen die Fronten zu geraten. Sie kampieren
im östlichsten Grenzgebiet vor der türki-schen Provinz Hakkari auf der
irakischen Seite und können sich bisher offenbar noch selbst ernähren.
(Quelle: AFP, 24.02.03)
Kurdenparlament
in Nordirak warnt vor türkischem Einmarsch
Das Parlament
im kurdisch kontrollierten Nordirak hat vor einem türkischen Einmarsch
in das Gebiet im Zuge eines Irak-Kriegs gewarnt. In einer auf einer Sondersitzung
am Dienstag einstimmig ange-nommenen Entschließung hieß es, das kurdische
Parlament lehne "jede militärische Intervention der Türkei oder eines anderen
Landes in Kurdistan" ab. Der Abgeordnete Saadi Pira von der Patriotischen
Union Kurdistans sagte, ein türkischer Einmarsch könnte andere Staaten
zum Nachahmen animieren. Sein Kollege Ahmad Salar von der Demokratischen
Partei Kurdistans betonte, die kurdische Bevölkerung habe die Hilfe der
Türkei und anderer Staaten während und nach dem Golfkrieg 1991 nicht vergessen.
Heute versuche die Türkei jedoch mit falschen Argumenten, einen Einmarsch
zu rechtfertigen. (Quelle: AFP, 25.02.03)
Turkmenische
Minderheit lehnt türkische Einmischung im Irak ab
Die turkmenische
Minderheit im Irak sieht keine Notwendigkeit eines Militäreinsatzes der
Türkei zu ihrem Schutz. Das sagte der Führer der Turkmenischen Volkspartei,
Irfan Kirkukli, am Dienstag in der nordostirakischen Provinzhauptstadt
Sulaimanija. Eine Einmischung der Türkei würde nur die geopolitische Lage
in der Region komplizierter machen. Kirkukli reagierte damit auf Überlegungen
in der Türkei, im Falle eines amerikanischen Angriffes auf den Irak eigene
Truppen im Norden des Landes zu stationieren, um die turkmenische Minderheit
zu beschützen und die Gründung eines unabhängigen Kurdenstaates zu verhindern.
Der Turk-menenvertreter bewertete die Beziehungen zwischen seiner Volksgruppe
und den Kurden als ausgewogen und wies Vorwürfe aus der Türkei zurück,
die Rechte der Turkmenen im Nordirak würden ver-letzt. Nach langer Unterdrückung
durch das Regime von Saddam Hussein hatte sich die Situation der Turkmenen
nach dem Golfkrieg vor zwölf Jahren und der Bildung einer autonomen Kurdenregion
im Nordirak verbessert. Die Turkmenen konnten unter anderem auch eigene
politische Parteien gründen. Der Irak hat rund 24 Millionen Einwohner,
von denen 5 Prozent ethnischen Minderheiten angehö-ren. (Quelle, dpa, 25.02.03)
Offenbacher
Bündnis gegen rechte Gewalt und Rassismus
Aufruf
Sehr geehrte
Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
wir bitten
Sie um Hilfe und Unterstützung für einen zum Tode verurteilten jungen Mann.
Sein Name ist Sassan Alkanaan, er ist 34 alt. Er ist in der Stadt Sanandaj
im kurdischen Landesteil des Iran seit ca. 4 Monaten inhaftiert.
Wir haben
von seinem Schicksal erfahren, weil er in Offenbach/ Frankfurt Verwandte
hat.
Wie viele
andere Menschen hat er im Iran sein Leben für Freiheit und Demokratie riskiert.
Er wurde im Januar 2003 wegen Unterstützung einer linken Organisation zum
Tode verurteilt. In dem Urteil, das auch zwei andere zu Haftstrafen verurteilte
Mitgefangene betrifft, heißt es: „Diese Handlungen erfüllen den Tatbestand
des Hochverrates gem. § 186, Seite 190 Islamisches Gesetzbuch und sie haben
somit das Recht verwirkt, auf Erden zu leben.“ Sein Anwalt hat Rechtsmittel
beim zuständigen Gerichtshof in Teheran eingelegt, um sein Leben zu retten….
Den vollständigen
Aufruf können sie auf unserer web-Seite www.kurden.de.
Nachstehende
Pressemitteilungen und Aufrufe zum drohenden Irak-Krieg können Sie auf
unserer web-Seite www.kurden.de nachlesen:
„Irak: Jetzt
droht auch noch ein “Krieg im Krieg“
Pressemitteilung
des Stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Gernot Erler
„Sorgen bezüglich
der Intentionen der Türkei im irakischen Kurdistan“
Aufruf von
Dilshad Barzani, VERTRETUNG DER REGIONALRE-GIERUNG KURDISTAN-IRAK IN DEUTSCH-LAND
„Nein zur Besetzung
Südkurdistans (Nordirak) durch die türkischen Streitkräfte“
Pressemitteilung
des IMK e.V. Bonn
Wie zuvor
auch diesmal möchten wir an Sie appellieren, uns mitzuteilen falls Sie
eine e-mail-Adresse haben, denn der Versand über e-mail ist kostengünstiger
und schneller.
Wir möchten
Sie gleichzeitig auf unsere web-Seiten hinweisen, die interessante Beiträge
enthält:
· Presseerklärung
des IMK e.V. vom 07. Januar 2003 (Deutsch und Englisch)
· Anmerkung
zum Lagebericht des Auswärtigen Amtes zur Türkei (Deutsch)
· Offener
Brief an die Bundesregierung wegen eines möglichen EU-Beitritts der Türkei
(Deutsch)
· Gedanken
zum Thema Irak I und II, von Alexander Kauz (Deutsch)
· Kampagne
gegen Straflosigkeit „Gerechtigkeit heilt“ (Deutsch)
· „Die Quadratur
des Kreises , von Ofra Bengio (in Deutsch und Englisch)
· Presserklärung
des IMK e.V. zum 40. Jahrestag der rassistischen Sondervolkszählung in
Syrien (Deutsch)
· Eine Analyse
über das Verhalten der türkischen Medien während des Bundestagswahlkampfes
in Deutschland, von Irina Wiessner (Deutsch)
· Pressemitteilung
des Stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Gernot Erler
„Irak: Jetzt droht auch noch ein “Krieg im Krieg“
· Aufruf von:
Dilshad Barzani, VERTRETUNG DER REGIONALREGIERUNG KURDISTAN-IRAK IN DEUTSCH-LAND
„Sorgen bezüglich der Intentionen der Türkei im irakischen Kurdistan“
· Pressemitteilung
des IMK e.V. „Nein zur Besetzung Südkurdistans (Nordirak) durch die türkischen
Streitkräfte“
· Offenbacher
Bündnis gegen rechte Gewalt und Rassismus: Aufruf um Hilfe und Unterstützung
für einen zum Tode verurteilten jungen Mann. Sein Name ist Sassan Alkanaan,
er ist 34 alt.
Diese Beiträge
tragen nicht unbedingt unsere Meinung, sondern geben die aktuell für unser
Themengebiet interes-santen Diskussionen wieder. Besuchen Sie doch einmal
www.kurden.de.
Mit freundlichen
Grüßen,
Ihre Redaktion
Neuerscheinung
Neuerscheinung Neuerscheinung
Die Dokumentation
der Wochenendtagung vom 06. – 08. Dezember 2002 in der Evangelischen Akademie
Bad Boll mit dem Titel „Kurden im Irak und in der Türkei: Ihre Zukunft
zwischen Agas, Sheiks und Öl-Multis“ ist erschie-nen. Die 56-seitige Dokumentation
kann bei uns für ein Gebühr in Höhe von Euro 6,00 (einschließlich Portokos-ten)
bestellt werden.
Neue Publikation
der IMK e.
V. möchte alle Interessierten und MitarbeiterInnen in der Flüchtlingsarbeit
darauf hinweisen, dass wir eine neue Publikation herausgeben.
Thema dieser
Publikation ist „Traumatisierte kurdische Flüchtlinge in Deutschland“ und
trägt den Namen der gleichnamigen Fachtagung, die vom 15.-16. Juni 2001
im Maternushaus in Köln, stattfand:
„Odyssee ins
Ungewisse“
Durch Herrn
Dr. Ilhan Kizilhan wird ausführlich über die spezifischen Fluchtursachen
der Kurdinnen und Kurden in Nordkurdistan berichtet. Er gibt einen historischen
Überblick der Flüchtlingsentwicklung und geht auf die wirtschaftliche und
soziale Lage der Menschen in Nordkurdistan ein.
Herr Prof.
Ferhad Ibrahim und Herr Abubekir Saydam behandeln das Thema: „Fluchtursachen
aus dem Irak und Südkurdistan – Gibt es eine innere Fluchtalternative?“
Sie schildern die aktuelle Situation im Irak und in Sürkur-distan und berichten
von Stationen der Traumatisierung.
„Fluchtwege“
ist das Thema von Herrn Jürgen Hoppe, Journalist. Hier werden die Methoden
und Vorgehensweisen von Schleppern oder Schleusern erläutert, die für hohe
Geldsummen, Flüchtlinge unter oft unmenschlichen Bedin-gungen nach Deutschland
schleusen.
Frau Dipl.
Psychologin Hamidiye Ünal spricht über traumatisierte Flüchtlinge in Gesellschaft
und in Therapie. Sie geht auf Foltermethoden und auch auf die psychosoziale
und rechtliche Situation der Flüchtlinge in Deutschland ein. Besonders
behandelt wird das Thema „Trauma“, von den Folgen über Symptome bis hin
zu Beratung und Therapie.
Die 64-seitige
Publikation (Format DIN A4) kann in gebundener Form bei uns gegen die Entrichtung
eines Betra-ges von 8,00 Euro (inkl. Versandkosten) bestellt werden.
ISSN 1438- 08 Herausgeber: IMK e.V., Postfach 07 38, D-53137 Bonn,
Telefon: + 49 228 362 802, Fax: + 49 228 363 297, E-Mail: IMK-Bonn@t-online.de
und imkkurds@aol.com Besuchen sie auch unsere Website: http://www.kurden.de
Verantwortlicher Leiter: Abubekir Saydam Abonnementbedingungen
(pro Jahr):· Stiftungen, Parteien, Regierungen und internationale Organisationen
sowie Gremien: Euro 92,00 · Gerichte, Rechtsanwälte, Menschenrechtsorganisationen,
Flüchtlingsberatungsstellen: Euro 46,00 · Förderabonnement, Einzelpersonen
und kleinere Vereine: Euro 31,00 Spendenkonto: Volksbank
Bonn (BLZ: 380 60 186), Konto-Nr.: 201 246 90 23
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