MK –Wocheninformationsdienst
Datum:
06. November – 15. November 2001 Nummer: 133-134
Balfour
Beatty steigt aus dem Ilisu-Dammprojekt aus
Für große
Freude bei Naturschützern und Menschenrechtsorganisationen sorgte die Mitteilung
des britischen Unternehmens Balfour Beatty, sie steige aus dem umstrittenen
Staudammprojekt in der Türkei aus. Balfour Beatty war das führende Ingenieurunternehmen
im Baukonsortium für das 2 Mrd. US-Dollar Projekt.
Der Ilisu-Staudamm
hätte nicht nur den Lebensraum von 36 Tausend Kurden und bedeutende historische
Bauten überflutet und vernichtet, sondern auch den „Krieg um Wasser“ angeheizt.
Mit dem Ilisu-Staudamm würde die Türkei das Wasser des Tigris kontrollieren
und seine Machtposition gegenüber Irak und Syrien ausbauen.
Balfour bestritt,
dass die Proteste gegen das Projekt ausschlaggebend für den Rückzug waren.
Vielmehr hätte eine ausführliche Evaluation der kommerziellen Aspekte,
der Auswirkungen auf die Umwelt und der sozialen Aspekte zur Entscheidung
geführt. Unternehmenssprecher Tim Sharp erklärte, dass der Rückzug von
Balfour Beatty nicht unbedingt den Stopp des Projektes bedeute.
Charles Secrett,
Direktor der Organisation Friends of Earth, die sich gegen den Staudamm
engagiert hatten, bewertete diese Entwicklung als einen klaren Sieg und
wegweisend für zukünftige Projekte diese Art. Unternehmen würden für zukünftige
Exportkredite auch klare Rahmen für ethische Voraussetzungen und Umweltschutzkriterien
fordern.
Die Labour-Abgeordnete
Ann Clywd, entschiedene Gegnerin des Ilisu-Projektes, begrüßte die Entscheidung
des britischen Unternehmens und sagte, am stärksten würden die Kurden in
der Region von dem Damm in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Ilisu Damm
sei schlecht für die Menschenrechte, schlecht für die Umwelt, schlecht
den Frieden in der Region und schlecht für Großbritannien.
Der Damm würde
300 km² überfluten, wovon ein Viertel erstklassiges Ackerland ist. Insgesamt
würden 183 Städte, Dörfer und Siedlungen betroffen sein, 82 würden komplett
überflutet, 101 teilweise. Für die Türkei kommt diese Entscheidung überraschend,
hatte sie doch erwartet, als Anerkennung für ihr Engagement im Kampf gegen
Afghanistan, durch eine schnellere Genehmigung des Kredits für das Projekt
durch Großbritannien belohnt zu werden. Syrien und Irak dagegen dürften
erfreut über diese Entwicklung sein, weil so die Abhängigkeit von der Türkei
umgangen wurde. Wasser ist in dieser Region beinahe kostbarer als Öl. (Quelle:
BBC, 13.11.01; IMK)
Türkei fürchtet
Machtverlust durch US-Angriffe auf den Irak
Die türkische
Armee hat die USA eindringlich davor gewarnt, nach Afghanistan auch Ziele
in Irak anzugreifen. "Die Türkei wünscht so etwas nicht", sagte Generalstabschef
Hüseyin Kivrikoglu bei einem Besuch des türkischen Kurdengebietes, das
an Irak grenzt. Kivrikoglu, als Chef der politisch sehr einflussreichen
türkischen Armee einer der mächtigsten Männer des Landes, sagte, die Türkei
habe durch den Golf-Krieg vor zehn Jahren einen wirtschaftlichen Schaden
von bis zu 40 Milliarden Dollar erlitten. Schon deshalb sei die Türkei
gegen einen erneuten Krieg in Irak. Derzeit sei eine US-Militäraktion gegen
Bagdad aber auch unwahrscheinlich, sagte der Generalstabschef.
Dennoch herrscht
in der Türkei große Aufregung über einen möglichen Angriff der USA auf
den Irak. Die Kommentarflut der Kolumnisten der großen türkischen Tageszeitungen
spiegelt dies wider.
Wenn auch
der US-Außenminister Colin Powell sagte, es gebe keine Pläne der USA, den
Krieg auf den Irak auszuweiten, so zeigt die Berichterstattung über den
Irak, dass bereits jetzt die Rechtfertigung für einen Angriff vorbereitet
wird. Berichte über die Produktion von biologischen Waffen im Irak und
über Ausbildungslager für islamische Terroristen häufen sich. Auch die
vagen Äußerungen Powells darüber, dass die USA nach dem Sieg über al Kaida
sich anderen Terroristen, die die Welt bedrohen, zuwenden wird, nähren
diese Sorgen der Türkei. Die Gedankenspiele des konservativen New York
Times Kolumnisten William Safire, der über neue Grenzziehungen in der Region
zu Gunsten der Türkei schreibt, lösten einen regelrechten Sturm im türkischen
Blätterwald aus.
Für die Türkei
steht mehr auf dem Spiel als wirtschaftliche Schäden. Ein Angriff auf den
Irak und der Sturz Saddams würde die Machtverteilung in der Region massiv
verändern. Die Türkei sieht die Gefahr, dass die kurdische Autonomiezone
sich etablieren und möglicherweise zu einem Staat werden könnte, wachsen.
Dies würde aus der Perspektive der Türkei negativen Einfluss auf die Kurden
im eigenen Land haben und könnte dort das Machtgefüge ins Wanken bringen.
Immer wieder hat die Türkei darauf hingewiesen, dass sie eine solche Entwicklung
nicht dulden würden und dass die Errichtung eines kurdischen Staates ein
Kriegsgrund wäre. (Quelle: afp, Milliyet, 09.11.01; IMK)
Die neue
Initiative zur Lösung der Demokratie- und Kurdenfrage für den EU-Beitritt
der Türkei
In einem Interview
mit der jungen Welt kritisierte der kurdische Anwalt Ibrahim Güclü, Gründungsmitglied
der „Initiative zur Lösung der Demokratie- und Kurdenfrage“, die bestehenden
prokurdischen Parteien.
“Die bislang
in Erscheinung getretenen Parteien halten wir für undemokratisch, weil
sie sehr autoritär strukturiert sind. Wir verfolgen einen anderen Ansatz
und verstehen uns zunächst quasi als demokratische Sammelbewegung. Selbst
die HADEP (Partei der Demokratie des Volkes) erkennt die jetzigen Machtverhältnisse
in der Türkei an und versucht das System von innen heraus zu ändern. Die
Kurden-Frage geht aber über die gegebenen Strukturen hinaus, sie berührt
die Frage nach individuellen und kollektiven Menschenrechten“.
Zur von ihm
mitgegründeten Initiative sagte Güclü: „Wir sind noch nicht sehr bekannt,
weil die Initiative erst am 26. August dieses Jahres gegründet wurde. Zu
den Initiatoren gehören Mitglieder ganz verschiedener Parteien und Organisationen,
aber auch Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle. Zuvor haben in kurdischen
Städten über ein Jahr lang Versammlungen stattgefunden. Erst nach dieser
Vorbereitung haben wir uns am 14./15. Juli zu einem gemeinsamen Kongress
in Ankara zusammengefunden, auf dem sich die verschiedenen Gruppen auf
ein Programm geeinigt haben. Eine Arbeitsgruppe wird sich mit der Transformation
der Initiative in eine Partei befassen.“
Die Verfassung
hält Güclü nicht für geeignet, um die Probleme des Landes zu überwinden:
„Schon die Verfassung macht die geforderte Öffnung der Gesellschaft jedoch
zunichte, denn wir können die Probleme in der Türkei nicht bewältigen,
solange die Grundsätze des Staates nicht verändert werden. In der tür-kischen
Gesellschaft ist dieser Umstand zunehmend anerkannt, besonders unter Wissenschaftlern,
Schriftstellern und Intellektuellen. Die geltende Verfassung der Türkei
kennt nur eine Ideologie, ein Volk und eine Religion. Die Realität aber
kennt viele Ideologien, zahlreiche ethnische Gruppen oder sogar Völker,
wie uns Kurden. Wir werden uns dafür einsetzen, dass dieser Umstand anerkannt
und laizistischen Bestrebungen neben den islamischen Grund-sätzen der Türkei
mehr Platz eingeräumt wird.
Die Änderung
der Verfassung kann nur ein Teil der Problemlösung sein, das Problem aber
ist das ganze System, etwa der zentralistische Aufbau des türkischen Staates.
Während unseres Gründungskongresses haben wir intensiv die Beispiele von
Belgien, Spanien oder der Schweiz diskutiert. Das heißt nicht, dass wir
diese Integrationsmodelle eins zu eins übernehmen wollen, aber sie können
uns als Beispiel einer friedlichen Koexistenz verschiedener Bevölkerungsgruppen
dienen.“
Die Integration
der Türkei in die Europäische Union begrüßt die Initiative. Durch den Beitritt
erhoffen sie sich mehr Kontrolle. „Wenn seit Jahren eine Diskussion über
die Mitgliedschaft in der Europäischen Union geführt wird, dann muss auch
die Kontrolle von Europa ausgeführt werden. Bislang steht die noch weit
hinter den ökonomischen und strategischen Interessen zurück. Wir sprechen
uns für eine Integration der Türkei in Europa aus, weil die andere Option
das Land stärker an Staaten wie den Iran binden würde. Wir werden aber
sehr deutlich machen, dass diese Integration auch Pflichten für den türkischen
Staat mit sich bringt. Darauf werden wir künftig nicht nur in türkischen
Städten, sondern auch in Berlin, Genf oder anderen europäischen Städten
hinweisen.“ (Quelle: junge Welt, 05.11.01)
Europarat
wirft türkischer Polizei Brutalitäten vor
Der Europarat
hat abermals Brutalitäten durch türkische Polizisten angeprangert. Zwar
seien Fälle schwerer Folter heute seltener anzutreffen als noch vor einigen
Jahren, stellt das Anti-Folter-Komitee des Staatenbundes in einem Bericht
fest, doch vor allem bei den Anti-Terror-Abteilungen der Polizei seien
bestimmte Misshandlungen nach wie vor "gängige Praxis". Der Bericht stützt
sich auf eine Inspektionsreise, die eine Experten-Delegation im Juli 2000
in der Türkei machte. Gemäß dem Anti-Folter-Abkommen konnte das Dokument
erst jetzt - nach Einwilligung der Regierung in Ankara - veröffentlicht
werden. (Quelle: afp, 08.11.01)
Tote in
Kücükarmutlu: Tod durch Polizeischüsse
Die Anwälte
der bei dem Polizeioperation am 5. November in Istanbul-Kücükarmutlu ums
Leben gekommenen Todesfastenden und ihrer Begleiter erklärten, dass die
Todesursache nicht, wie von der Polizei erklärt, die Folgen der Selbstverbrennung
und die Kohlenmonoxidvergiftung waren. Der Istanbuler Polizeichef Hasan
Özdemir und sein Stellvertreter Turan Tuna hatten erklärt, dass die Toten
keine Schusswunden aufwiesen. Bei drei der getöteten wurden tödliche Schussverletzungen
entdeckt. Es gebe darüber hinaus auch Hinweise auf den Einsatz von Giftgas.
In etwa vier Wochen würde der Autopsiebericht erscheinen und dort würde
sich die tatsächliche Todesursache herausstellen. Auch die Vereinigung
zeitgenössischer Juristen vermutet den Einsatz von chemischen Waffen bei
der Operation.
Nach mehr
als einem Jahr Hungerstreik linker Gruppen in der Türkei setzen die türkischen
Behörden zunehmend auf eine gewaltsame Lösung des Konflikts: Zum zweiten
Mal innerhalb von acht Tagen gingen am 13. November mehrere hundert Polizisten
in Istanbul in Kücükarmutlu, dem Zentrum der Hungerstreik-Bewegung, vor.
Zehn Personen wurden festgenommen, darunter auch ein Deutscher. Die Polizisten
verschafften sich mit Räumfahrzeugen und Panzerwagen Zutritt zu dem Viertel.
Bei heftigen Auseinandersetzungen setzten die Polizisten Tränengas ein,
die Unterstützer der Hungerstreikenden waren Molotow-Cocktails und Steine
warfen.
Nail Cavus
und Eyüp Samur, die sich aus Protest gegen die Aktion in Kücükarmutlu in
Brand gesetzt hatten, verstarben am 7. November im Krankenhaus Cerrahpasa
in Istanbul.
(Quelle: Radikal,
07.11.01; Cumhuriyet, 08.11.01; afp, 13.11.01)
Lange Gefängnisstrafen
für Unterstützer des Todesfastens
Unterstützern
der Hungerstreiks oder des Todesfastens drohen nun langjährige Gefängnisstrafen.
Die Regierung präsentierte dem Parlament ein entsprechendes Gesetz. So
droht dem Unterstützer vier Jahre Gefängnis. Wenn der Hungerstreik mit
dem Tod endet, kann die Strafe auf bis zu 20 Jahren erhöht werden. Das
Gesetz sieht für diejenigen, die verbotene Gegenstände wie Waffen, scharfe
Gegenstände, Drogen oder Mobiltelefone in die Gefängnisse schmuggeln, Gefängnisstrafen
von zwei bis fünf Jahren vor. (Quelle: Hürriyet, 08.11.01)
Universitäten
sind gegen Kurdisch
Der Hochschulrat
hat sich in einer Erklärung gegen den Unterricht von Kurdisch ausgesprochen.
Der Vorsitzende des Hochschulrates, Prof. Dr. Riza Ayhan, erklärte, die
Unterrichtung in einer ethnischen Sprache sei unakzeptabel. Die Muttersprache
der türkischen Nation sei Türkisch und Bildungsprogramme, die die unitäre
Struktur des Staates zerstören könnten, könnten nicht akzeptiert werden.
(Quelle: Anadolu Ajansi, Radikal, 06.11.01)
Autorin
und Verlegerin des Buches “Die Zelle” verurteilt
Das Verfahren
gegen Nevin Berktas, Autorin des Buches “Die Zelle” und Elif Camyar, Verlegerin
und Besitzerin des Verlags Yediveren, wurde am 7. November vor dem Staatssicherheitsgericht
in Istanbul abgeschlossen. Beide Angeklagten wurden auf der Grundlage des
Artikels 169 des türkischen Strafgesetzes zu jeweils 45 Monaten Gefängnis
verurteilt. Die Verlegerin Elif Camyar wurde darüber hinaus zu einer Geldstrafe
von 4.152 Mrd. TL verurteilt. Der Staatsanwalt hatte gefordert, die Angeklagten
wegen „Propaganda“ auf der Grundlage des Artikels 8/1 des Antiterrorgesetzes
zu verurteilen.
Dieser Fall
zeigt den Beginn einer neuen Periode, wo der Ausdruck von ungewünschten
Gedanken als eine direkte Unterstützung des Terrors definiert wird. Durch
diese willkürliche Auslegung des Artikels 169 laufen zur Zeit 6 Verfahren
wegen verschiedener Artikel in Zeitungen, zwei Verfahren gegen den Menschenrechtsverein
Ankara und gegen die Menschenrechtsstiftung in Diyarbakir. Beiden Organisationen
wird vorgeworfen, die Hungerstreikenden unterstützt zu haben, indem sie
ihnen Einlass gewährten und medizinische Unterstützung gaben. Die Staatanwaltschaft
fordert ihre Schließung. (Quelle: Evrensel, 09.11.01)
Urgent Action:
Sorge um die Sicherheit von Frau S.Ö. und ihre sechs Kinder
Acht Polizisten
aus Diyarbakir, denen die Folterung einer kurdischen Frau zur Last gelegt
wird, müssen sich derzeit vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet
auf Folter, nicht aber auf Vergewaltigung. Aus Angst, nach Diyarbakir zu
fahren, durfte S.Ö. ihre Aussage am 2. April 2001 vor einem Gericht in
Istanbul machen, wo sie vorübergehend wohnt.
Frau S.Ö.
war im November 1997 in der Polizeizentrale von Diyarbakir im Südosten
der Türkei vergewaltigt und gefoltert worden. Nach ihrer Festnahme im November
1997 war S.Ö. bis zum 24. August 2000 in Haft, nachdem man sie für schuldig
befunden hatte, der PKK Beihilfe geleistet zu haben. Ihr Ehemann befindet
sich seit sechs Jahren in Haft.
Die Kurdin
S.Ö. (der vollständige Name ist amnesty international bekannt) (32 Jahre)
ist wiederholt von der Polizei bedroht worden, um sie zu zwingen, ihre
Anzeige zurückzuziehen. In den vergangenen Wochen sind auch mehrere ihrer
Kinder inhaftiert und einige von ihnen geschlagen worden. Derzeit erscheinen
fast jede Woche Polizisten bei S.Ö. in Izmir und bedrohen sie. Auf der
Straße wird sie ständig verfolgt. Sie hat wegen dieser Drangsalierungen
Anzeige erstattet und fordert die Festnahme der Verantwortlichen.
Ihr 17-jähriger
Sohn F.Ö. wurde vor einigen Monaten von der Polizei festgenommen und nach
drei Tagen freigelassen, nachdem sich der Innenminister und ein Mitglied
der parlamentarischen Menschenrechtskommission für ihn eingesetzt hatten.
In der zweiten
Oktoberwoche nahm die Polizei den 12-jährigen Sohn C.Ö. in seiner Schule
fest und bezichtigte ihn des Diebstahls. Auf dem Weg zur Polizeiwache schlugen
die Polizisten auf ihn ein, nahmen ihn am folgenden Tag erneut fest und
inhaftierten ihn drei Stunden lang. Eine Woche darauf erhielt S.Ö. eine
Vorladung von der Polizeizentrale in Narlidere und wurde dort aufgefordert,
ihre Anzeige zurückzuziehen. Als sie sich weigerte, drohte ihr ein zivil
gekleideter Polizist indirekt mit den Worten: „Wir hoffen, dass ihnen nichts
zustößt“.
Am 22. Oktober
wurde ihre 15-jährige Tochter B.Ö. von Personen in Zivilkleidung in einem
weißen Fahrzeug verschleppt. Die Entführer knebelten sie und verbanden
ihr die Augen. Dann schlugen sie auf sie ein, und drohten ihr, sie und
ihre Mutter zu vergewaltigen und zu töten. Nach einer Stunde warfen die
Entführer die Jugendliche aus dem Auto. Als S.Ö. und B.Ö. zur örtlichen
Polizeiwache gingen, um den Überfall zu melden, wurden sie dort bis 5 Uhr
morgens am folgenden Tag festgehalten. Die Polizisten fragten, wie sie
denn wissen könnten, dass es sich bei den Entführern von B.Ö. um Polizisten
gehandelt habe. Die Polizisten legten der Familie außerdem nahe, dass C.Ö.
seine Aussage über den Polizisten, der ihn geschlagen habe, zurückziehe.
(UA 19/01-1
ai-Index: EUR 44//082/2001, 12. November 2001 – bs; weitere Informationen
zu UA 19/01 EUR 44/005/2001, 25. Januar 2001)
Urgent Aktion:
Sorge um die Sicherheit von Sefik Yildirim
amnesty international
fürchtet um die Sicherheit von Sefik Yildirim (34 Jahre), der innerhalb
einer Woche zweimal festgenommen worden ist. Derzeit wird er ohne Kontakt
zur Außenwelt in einer Gendarmeriezentrale in der im Südosten der Türkei
gelegenen Provinz Diyarbakir in Haft gehalten.
Am 30. Oktober
2001 wurde Sefik Yildirim in Cermik in der Provinz Diyarbakir in Polizeigewahrsam
genommen und angeklagt, „Verbindungen zur Arbeiterpartei Kurdistans (PKK)“
zu haben. Berichten zufolge wurde er unter anderem mit Elektroschocks gefoltert
und leidet aufgrund der Folterungen an gesundheitlichen Problemen.
Am 2. November
2001 wurde Sefik Yildirim einem Richter vorgeführt und der Staatsanwalt
beantragte seine Inhaftierung. Die Behörden ließen ihn jedoch am selben
Tag um 17:00 Uhr frei, nahmen ihn aber am 6. November 2001 nach in einer
Razzia in seinem Haus erneut in Haft. Seine Familie wurde darüber in Kenntnis
gesetzt, dass er auf einer Gendarmeriewache festgehalten werde. Die Gründe
für seine erneute Festnahme teilten die Behörden jedoch nicht mit. (UA
284/01 ai-Index: EUR 44/081/2001 7. November 2001 – bs)
Urgent Action:
Drohende Abschiebung von Bedia Ergün, Özgür Kilic, Cem Arikan und etwa
1.000 weiteren Personen, darunter Afghanen und irakische Kurden, aus Griechenland
Ein Schiff
unter türkischer Flagge mit etwa 1.000 Personen an Bord, das nach einem
Maschinenschaden führerlos in griechischen Gewässern umhertrieb, wurde
am 5. November 2001 von der griechischen Küstenwache zur Insel Zakynthos
geschleppt. Am darauffolgenden Tag gab die griechische Regierung ihre Absicht
bekannt, die meisten der Passagiere des Schiffes in ihre Heimatländer abzuschieben,
offenbar ohne dass sie die Möglichkeit erhalten, in Griechenland einen
Asylantrag zu stellen. Den drei oben genannten Personen und möglicherweise
noch vielen anderen dieser Flüchtlinge drohen im Falle ihrer Abschiebung
in ihren Heimatländern Folter und andere Menschenrechtsverletzungen. Berichten
zufolge handelt es sich bei der Mehrzahl der Passagiere um irakische Kurden
und Afghanen. Die Besatzung des Schiffes war geflüchtet, nachdem ein Feuer
im Maschinenraum ausgebrochen war und zu einem Maschinenschaden geführt
hatte.
Bedia Ergün
und Özgür Kilic waren in der Türkei aus Gesundheitsgründen aus dem Gefängnis
entlassen worden, nachdem sie aus Protest gegen die Verlegung in neue Strafvollzugsanstalten
für politische Gefangene in einen als „Todesfasten“ bezeichneten Hungerstreik
getreten waren. Dem Vernehmen nach hatte man die beiden der Mitgliedschaft
in der bewaffneten Oppositionsgruppe „Marxistisch-Leninistische Kommunistische
Partei“ (MLKP) für schuldig befunden. Bei der Flucht aus der Türkei hatte
sich ihnen Cem Arikan angeschlossen. Offenbar befinden sich Bedia Ergün
und Özgür Kilic derzeit auf der Polizeiwache von Zakynthos in Polizeigewahrsam.
Auf die Frage,
ob die Menschen auf dem Schiff die Möglichkeit erhielten, einen Asylantrag
zu stellen, sagte ein Regierungssprecher auf einer Pressekonferenz am 6.
November 2001, es handele sich um illegale Einwanderer und nicht um politische
Flüchtlinge. Die griechischen Behörden gestatteten indes etwa 200 der Personen,
zumeist Schwangeren und Frauen mit Kindern, die an Wassermangel und Auszehrung
litten, die Insel zu betreten, um dort behandelt zu werden. (UA 282/01
ai-Index: EUR 25/008/2001 6. November 2001 – md)
Polizist
klagt über Folter
Vor dem SSG
Istanbul fand am 8. November das Verfahren gegen Ayhan Tokcan, Ex-Vize-Polizeichef
in Kagithane (Istanbul) wegen Entführung und Erpressung statt. Er lehnte
die Vorwürfe ab und sagte, er sei bei den Verhören gefoltert worden, u.a.
durch Quetschen der Hoden und mit Stromstößen. (Quelle: Milliyet, 09.11.01)
EU-Fortschrittsbericht
veröffentlicht
Der am 13.
November 2001 veröffentlichte Fortschrittsbericht lobte zwar die Verfassungsreform,
durch die Ankara die vom Militär diktierte Verfassung verändert hatte,
kritisiert jedoch, dass die Türkei die Kopenhagener Kriterien nicht erfüllt
hat.
Kritik übte
der Fortschrittsbericht u.a. daran, dass die Todesstrafe nicht vollständig
abgeschafft wurde, dass Grundrechte und die linguistischen und kulturellen
Rechte der 12 Millionen Kurden im Land noch immer eingeschränkt seien.
Der stellvertretende
Ministerpräsident und Staatsminister für EU Angelegenheiten Mesut Yilmaz
erklärte seine Zustimmung zur kritischen Einschätzung der Europäischen
Union hinsichtlich der Unzulänglichkeiten im Bereich der Menschenrechte
und der Demokratisierung. Der Fortschrittsbericht sei als positiv zu bewerten,
jedoch überschatteten einige Bemerkungen im Bericht seinen Optimismus.
Keine der Reformschritte der Türkei sei wirklich gewürdigt worden und dies
würde diejenigen, die für den EU-Integrationsprozess der Türkei hart arbeiten
würden, nicht gerade motivieren. Yilmaz sagte, nun sei es an der Zeit für
die Koalition und die Opposition, die Gesetze der Verfassungsänderungen
anzupassen. Für die Kritik im Fortschrittsbericht hat Yilmaz Verständnis:
„Natürlich müssen wir uns Kritik gefallen lassen, wenn wir die notwendigen
Schritte nicht unternehmen und Reformen nur halbherzig durchführen“. Er
rief dazu auf, nicht zu ermüden und sich zu beklagen, sondern alle Schritte
zu unternehmen, die für den Weg in die EU erforderlich sind, damit die
Beitrittsverhandlungen endlich beginnen können.
Das türkische
Außenministerium erklärte, der Fortschrittsbericht sei in seiner Wortwahl
vorsichtiger als die Dokumente im vergangenen Jahr. Die Unzulänglichkeiten
der Türkei seien in einem vorsichtigeren Ton formuliert. Auch das Außenministerium
sprach sich für die Umsetzung der weiteren notwendigen Schritte ohne Verzögerungen
aus. Bei dem EU-Gipfel in Laeken am 14. und 15. Dezember 2001 werden die
weiteren Schritte vis-à-vis mit der Türkei besprochen werden, was zu einer
Beschleunigung der Aktivitäten in der Türkei führen würde.
Die Verfassungsreformen
seien im Fortschrittsbericht als einen Schritt zur Erfüllung der Kopenhagener
Kriterien positiv gewürdigt worden. Nun müssten die Gesetze entsprechend
angepasst werden. Bestimmte Unzulänglichkeiten hinsichtlich der Grundrechte
und –freiheiten müssten durch die Umsetzung der Beschlüsse im Nationalprogramm
ausgebessert werden.
Bis März 2002
werde das zweite Nationale Programm erarbeitet, das die Konformität mit
der EU berücksichtigen werde. (Quelle: TDN, 15.11.01; IMK)
Kurdischer
Ministerpräsident besucht Großbritannien
Der Ministerpräsident
der kurdischen Regionalregierung in Arbil, Nechirvan Barzani, besuchte
in Begleitung hoher Regierungsvertreter der kurdischen Regionalregierung
Großbritannien. Staatsminister Ben Bradshaw empfing den Ministerpräsidenten.
Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Schutzzone,
im sog. „Safe Haven“, sowie die aktuellen Themen und Bedürfnisse wurden
im Gespräch mit britischen Regierungs- und Parlamentsvertretern bewertet,
übereinstimmend wurde die Entwicklung zu einer blühenden, demokratischen
und pluralistischen Gesellschaft betont. Barzani dankte der britischen
Regierung und dem britischen Volk für die Unterstützung und den Schutz
der Region. Er wies auf die Notwendigkeit des weiteren, dauerhaften Schutzes
durch die internationale Gemeinschaft hin. Auch der Schutz des Anteils
Kurdistans an dem Oil for Food-Programm, der 13% des Gewinns ausmacht,
sei für die Stabilisierung der Wirtschaft und Stärkung des Demokratisierungsprozesses
in Südkurdistan von großer Bedeutung. Ministerpräsident Barzani sagte,
die jüngere Generation würde Kurdistan verlassen, weil sie dort keine sichere
politische Zukunft haben. Deswegen fordere das kurdische Volk die internationale
Anerkennung der Region Kurdistan. (Quelle: PE der KRG (Arbil) in Großbritannien,
07.11.01; KurdishMedia.com, 11.11.01)
Dr. Barham
Salih trifft UN-Chefkoordinator für Irak
Zur Koordination
der Kooperation der UN-Agenturen mit der Regionalregierung trafen Dr. Barham
Salih, Ministerpräsident der kurdischen Regionalregierung in Suleymani,
und seine Kabinettsmitglieder im im Ministerrat in Suleymani Vertreter
und Beauftragte der UN. An dem Gespräch nahmen Tun Myat, UN-Chefkoordinator
für den Irak, John Almstrom, UN-Chefkoordinator für Nordirak (Süd-Kurdistan)
sowie UN-Mitarbeiter aus Bagdad, Arbil und Suleymani. Tun Myat versprach
eine bessere Koordination, insbesondere im Bereich der medizinischen Versorgung,
Bildung und Landwirtschaft. (Quelle: KurdishMedia.com, 08.11.01)
Massenexekutionen
von politischen Häftlingen in irakischen Gefängnissen
Eine irakische
Oppositionsgruppe berichtete, dass die irakischen Behörden 15 politische
Gefangene in Kirkuk exekutiert und in einem Massengrab westlich der Tobzawa
Garnison bei Kirkuk vergraben haben. Wie die Turkmenische Islamische Union
in Damaskus mitteilte, sollen die Exekutionen in Kirkuk einer Verhaftungswelle
von Personen, die Flugblätter gegen die Saddam Hussein Clique besessen
haben sollen, gefolgt sein.
Al-Mutamar,
die Wochenzeitung des INC (Iraqi National Congress), berichtete, dass die
Säuberungskampagne in den Gefängnissen in den vergangenen Tagen 325 politischen
Gefangenen das Leben gekostet habe. Allein im Gefängnis von Bagdad sollen
152 politische Gefangene hingerichtet worden sein. Die Namen der Opfer
liegen dem INC vor.
Nach seinem
Besuch im Al-Macasib Gefängnis am 18. Oktober hatte Saddams jüngerer Sohn
Qusay die Beschleunigung der Hinrichtung von politischen Gefangenen im
angeordnet. Eine Woche später wurden 11 politische Gefangene unter der
Leitung des Sicherheitsoffiziers Sahib Alan Al-Tickriti exekutiert. Die
exekutierten politischen Gefangenen wurden unter der Supervision des Sicherheitsoffiziers
Hisham Tariq begraben.
Wie Al-Mutamar
berichtete, sollen zahlreiche politische Gefangene an den Folgen von Erkrankungen
und der Verweigerung von medizinischer Behandlung gestorben sein. Weitere
40 politische Gefangene sollen auf einer Todesliste stehen.
Auch sollen
4 hochrangige Offiziere der KUDDUS-Armee und 3 Luftwaffenoffiziere hingerichtet
worden sein, die an dem Putschversuch in 1996 beteiligt gewesen waren.
Die KUDDUS-Armee wurde speziell für die Befreiung Jerusalems und Palästinas
gebildet. Die vier Offiziere waren festgenommen worden, weil sie geheime
Pläne für einen Angriff der KUDDUS-Armee auf Kurdistan preisgegeben hatten.
(Quelle:KurdishMedia.com, 09.11.01)
Irakische
Truppenansammlung an der kurdischen Grenze
Der Irak hat
seine Truppenaufstellung entlang der Grenzen zu Süd-Kurdistan abgeschlossen.
Infanterie-Brigaden, Artillerie und Tanker haben Stellung bezogen. Die
Truppen konzentrieren sich in der Nähe zur kurdischen Provinz Dohuk und
in Gebieten um die Stadt Kirkuk herum. Eliteeinheiten der republikanischen
Garde haben sich insbesondere außerhalb der an Öl reichen Stadt Kirkuk
aufgestellt. Auch in der Nähe der Hauptstadt Arbil sind irakische Truppen
in Stellung gegangen. Einheiten des Milizkommandos Fedayeen Saddam sind
entlang der Hauptstraßen in die kurdische Region aufgestellt. Militärische
Geräte inklusive Tanks, schwerer Artillerie, Anti-Flugraketen sollen an
der Straße von Mossul nach Dohuk bereit stehen.
Reisende werden
an zahlreichen Kontrollpunkten durchsucht, die Identitäten werden festgehalten,
einige werden auch verhört. Kurden und Araber, die nicht in den kurdischen
Gebieten wohnen, werden nicht durchgelassen. Die Straßen zur kurdischen
Region werden ab 19.00 Uhr für den Verkehr geschlossen. Mobile Kontrollpunkte
stoppen Fahrzeuge und kontrollieren die Insassen.
Auf Anweisung
Saddam ist der Öl-Schmuggel streng verboten, so dass Süd-Kurdistan unter
akutem Ölmangel leidet.
Die genauen
Gründe für die Truppenbewegungen sind nicht bekannt, es wird jedoch vermutet,
dass sich der Irak auf einen Angriff der USA in Folge des 11. September
vorbereitet. Durch die Truppenaufstellung sind die Kurden in Südkurdistan
besorgt, Saddam könnte in das von Kurden regierte Gebiet einmarschieren
und dort die Kontrolle übernehmen. Eine andere Option der Truppen wäre,
die Grenzübergänge von Südkurdistan in die Türkei oder nach Syrien zu kappen
und dadurch die Region wirtschaftlich zu ersticken. Gleichzeitig sammeln
sich türkische Truppen an dem Länderdreieck von Iran, Irak und der Türkei.
Saddam fürchtet, die USA könnten das kurdische Gebiet als einen Stützpunkt
für Angriffe auf den Irak nutzen. (Quelle: Iraq Press, 13.11.01)
Beharrlichkeit
führte zum Ziel: Emder Reformierte feierten positiven Ausgang des Asylverfahrens
der Brüder Cicek
"Das lange
Warten hat sich gelohnt" war auf einem Transparent über dem Altar im Gemeindehaus
"Gröne Stee" in Conrebbersweg zu lesen. Gemeint waren dreieinhalb Jahre
Hoffen und Bangen um das Schicksal der beiden Kurden türkischer Nationalität
Ahmet und Mehmet Cicek, denen die Emder Reformierten Kirchenasyl gewährt
hatten.
Pastor Bert
Gedenk hielt seine geistliche Ansprache vor vollen Reihen, denn viele hatten
das Anliegen der Cicek-Brüder unterstützt und waren nun erschienen, um
mit ihnen zu feiern. Gedenk ließ die Ereignisse der letzten Jahre Revue
passieren. Die Brüder standen damals nämlich unmittelbar vor der Ausweisung
aus Deutschland. Gedenk berichtete von den schier unüberwindlich scheinenden
Schwierigkeiten im Bereich des deutschen Asylrechts, eines Rechtes "das
durch Änderungen in den letzten Jahren bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt
wurde", so Gedenk. Er berichtete aber auch von den damit verbundenen Entmutigungen.
Auch Anfeindungen aus den Reihen der Gemeinde galt es stand zu halten.
Und dennoch habe das Ziel, das Leben zweier Menschen zu retten, die Anstrengungen
der vielen Beteiligten gelohnt.
Gedenk dankte
hier den Ärzten, die die beiden Männer kostenlos behandelten, den Jugendlichen,
die in der Zeit des Kirchenasyls für Ablenkung gesorgt hatten, und auch
den Menschen, die durch finanzielle Zuwendungen für den Unterhalt der Brüder
gesorgt hatten. Zwar war "die Summe aller Taten noch keine Garantie zum
Erfolg", wie Gedenk einräumte, aber durch die konsequente Haltung aller
Mitstreiter wurden trotz ablehnender Bescheide doch noch "Wege gefunden,
die wir vorher nicht sahen" resümierte der Redner.
Seit Anfang
September ist das erlösende Urteil bekannt: das Verwaltungsgericht Oldenburg
hat den beiden Cicek-Brüdern die Aufenthaltsgenehmigung nach § 51 Ausländergesetz
zugesprochen und sie somit legalisiert.
Unter den
Anwesenden befand sich auch der ehemalige Flüchtlingsbeauftragte des Landkreises
Aurich, Carl Osterwald. Er hatte seinerzeit Ahmet und Mehmet Cicek auf
ihrer Suche nach Asyl der Emder Gemeinde anvertraut. In seinem Grußwort
erinnerte er an diesen Vorgang und an seine - durch eigene Kriegserlebnisse
sensibilisierte - Bereitschaft zum Frieden. Er sprach seine Unter-stützung
all jenen aus, die sich ebenfalls dafür entscheiden, also auch den Brüdern
Cicek, die in der Türkei den Kriegsdienst verweigert hatten. (Quelle: Emder
Zeitung, 05.11.2001)
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die wir aus Platzgründen nicht im WID wiedergeben können, abgelegt.
Außerdem finden
Sie dort auch die vollständigen Urgent Actions von Amnesty International,
mit den Empfehlungen und Adressen, an die Sie schreiben können.
Zum EU-Fortschrittsbericht
zur Türkei wird der IMK e.V. in Kürze eine umfassende Bewertung aus kurdischer
Sicht herausgeben.
Wir möchten
Sie auf unsere bevorstehenden Tagungen hinweisen:
Jinên Kurd
– Kurdische Frauen
Ausweg Flucht!
Ausweg Flucht?
07. - 09.12.2001
in Bremen
Fachtagung:
Kurdische Kinderflüchtlinge
14. - 16.
Dezember 2001, Königswinter
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